Lektorat

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Das Lektorat geht über das Korrektorat hinaus und bezieht sich auf die inhaltliche Seite des Textes. Im Lektorat werden Vorschläge zur inhaltlichen Veränderung des Textes gemacht. Dies können einerseits Vorschläge zu Umformulierungen sein, die Sie annehmen oder ablehnen können (Korrekturfunktion von „Word“). Andererseits werden Anmerkungen da gemacht, wo z. B. die Argumentation nicht schlüssig oder lückenhaft erscheint. Hierzu ist die Kommentarfunktion von „Word“ geeignet. Es entscheidet der Autor/die Autorin, inwieweit er/sie die Korrekturvorschläge berücksichtigt.

Basislektorat (L 1)

Im Zentrum des Lektorats (Basislektorat L1) steht die Qualität des Textes. Deshalb machen wir hier konkrete Vorschläge zur Verbesserung eines Textes hinsichtlich der Punkte

  • Sprachlicher Ausdruck
  • Satzkonstruktion
  • Stil
  • Textaufbau/Gliederung/Überschriften
  • Stringenz der Argumentation

Ein Lektorat geht immer einerseits vom Schreibstil des Autors aus, der nicht verfremdet werden soll. Andererseits richtet sich ein Text an ein bestimmtes Publikum.

Ein Werbetext, ein Geschäftsbericht, ein Online-Text – alle diese Texte funktionieren ganz unterschiedlich. Deshalb ist das Kernproblem beim Verfassen, aber auch beim Lektorat, dass der Text beim gewünschten Publikum ankommt. Ein literarischer Text erfordert offenkundig eine ganz andere Herangehensweise als ein Sachbuchtext oder eine wissenschaftliche Arbeit. Während im ersten Fall  Ziele und Absichten des Autors, aber auch die Erwartungen des Publikums und des Marktes leitende Gesichtspunkte sind, gibt es bei einer akademischen Abschlussarbeit, sei es Bachelorarbeit, Masterarbeit oder Dissertation, z. T. recht genau formulierte Erwartungen, wie ein Text auch formal auszusehen hat.

Die Schreibperspektive eines wissenschaftlichen Fachtextes soll sachlich und neutral sein. Eine Sache soll subjektunabhängig beschrieben werden. Ein Fachtext zeigt verschieden Perspektiven auf, berücksichtigt kontroverse Meinungen und belegt jede Aussage durch Quellenangaben.

Wissenschaftliche Fachsprache soll möglichst genau Gegenstände, Merkmale, Verfahren und Zusammenhänge benennen. Dazu hat die jeweilige Disziplin Fachbegriffe entwickelt, deren präziser Gebrauch unabdingbar ist. Aber: Es geht nicht um möglichst viele Fremdwörter und lateinische Floskeln.

Neu eingeführte Spezialbegriffe sind zu erläutern, auch wenn der gedachte Adressat eher als Insider vorgestellt wird.

Das schreibende Ich kommt praktisch nicht vor, weder über Ich-Formulierungen noch über den Sprachduktus: Erzählende Passagen sind zu vermeiden, die Sprache kommt ohne Metaphern aus, ist frei von sprachlichem Schmuck und kreativ-bildhaften Formulierungen. Ebenso kommen keine alltagssprachlichen Formulierungen vor, auch keine Mode- oder Füllwörter oder begriffliche Doppelungen („Probleme und Schwierigkeiten“).

Nominalstil ist zu vermeiden, ebenso aber Schachtelsätze. Anzustreben sind kürzere Satzgefüge. Zur Objektivierung wird oft zum Passiv oder zu Passiversatzformen gegriffen. Wichtig sind die Verweisstrukturen innerhalb des Textes, sei es durch die Gliederung, die die Argumentationsfolge in Überschriften ausdrückt, sei es durch sprachliche Verweise (z. B. demgegenüber, infolgedessen, darüber hinaus).

Das Lektorat einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit, einer Bachelorarbeit, einer Masterarbeit oder einer Dissertation, wird diese Kriterien natürlich insbesondere berücksichtigen.

Wissenschaftliches Lektorat (L 2)

Bei wissenschaftlichen Arbeiten von der Seminararbeit bis zur Dissertation ist oft eine erweiterte Betreuung gewünscht. Hier geht es auch um den Kernbereich einer Forschungsarbeit: Die Präzision der wissenschaftlichen Fragestellung, die Relevanz des Forschungsdesigns, die Stringenz der Durchführung, die überzeugende Präsentation des wissenschaftliches Ertrages. Hier ähnelt die Arbeit des Wissenschaftslektors manchmal der des Wunsch-Betreuers der Arbeit, der zeitnah und einfühlsam zum Arbeitsablauf Rat gibt. Dass in der Endphase einer Arbeit auch die Formalia vom Endlayout bis zum perfekten Zitieren, also die Basis-Dienstleistungen eines Korrektorats und Lektorats, eine große Rolle spielen, versteht sich.

Eine Zusammenarbeit dieser Art entwickelt sich immer individuell und muss individuell vereinbart werden. Bitte bedenken Sie: Sie kann auch nicht erst in der letzten Woche vor Abgabetermin einsetzen. Bitte nehmen Sie Kontakt auf, um zu beraten, auch von Ihrer Fachrichtung her, welches Angebot wir Ihnen hier machen können.

 

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